Der Datumsfilter in Compliance Dashboard berechnet eine frühere Ansicht aus den aktuell verfügbaren Zuweisungsdatensätzen. Er eignet sich zum Fortschrittsvergleich, ist jedoch keine vollständige historische Datenbank mit jedem einzelnen Ereignis. Berücksichtigen Sie bei der Interpretation Richtlinienumfang, Abteilungsfilter und aktuellen Datensatzstatus.
Das Berichtsdatum auswählen
Öffnen Sie Compliance Dashboard mit Berichtszugriff und wählen Sie Stand zum Datum. Sie können heute oder ein früheres Datum auswählen. Prüfen Sie vor Ergebnisvergleichen richtlinienspezifische Links, konfigurierte Kategorienbeschränkungen und die Abteilungsauswahl. Diese Filter bestimmen, welche Zuweisungen in die Berechnung eingehen.
Nach dem ausgewählten Tag angelegte Zuweisungen werden weggelassen. Bei aktuell bestätigten Datensätzen prüft die Berechnung das Bestätigungsdatum: Erfolgte die Bestätigung später als der ausgewählte Tag, wird die Zuweisung zu diesem früheren Zeitpunkt als offen oder überfällig behandelt.

Historische Statusregeln verstehen
| Aktueller Datensatzzustand | Berechnete historische Behandlung |
|---|---|
| Nach dem ausgewählten Tag zugewiesen | Noch nicht enthalten. |
| An diesem Tag oder vorher bestätigt | Bestätigt. |
| Später bestätigt | Je nach Fälligkeitstag zugewiesen oder überfällig. |
| Offen mit früherem Fälligkeitstag | Überfällig. |
| Offen ohne früheren Fälligkeitstag | Zugewiesen. |
| Befreit, pausiert oder prüfungsbedürftig | Verwendet den aktuell gespeicherten Sonderstatus; frühere Übergänge werden nicht vollständig rekonstruiert. |
Die Vergleiche verwenden Tagesgrenzen statt einer exakten Wiedergabe einzelner Ereignisse innerhalb des Tages. Die Datumsverarbeitung des Browsers kann an Zeitzonengrenzen relevant sein. Eine frühere oder spätere Bestätigung innerhalb desselben Tages wird durch diesen Filter nicht als separate historische Momentaufnahme dargestellt.
Den Hauptprozentsatz berechnen
Die Gesamt-Compliance teilt bestätigte Zuweisungen durch einbezogene Zuweisungen nach Ausschluss befreiter und pausierter Zustände. Prüfungsbedürftige Zuweisungen bleiben im Nenner. Gezählt werden Zuweisungen, nicht eindeutige Mitarbeiter.
Enthält der ausgewählte Bereich beispielsweise 10 Zuweisungen, darunter 6 bestätigte, 1 befreite und 1 pausierte, ist der Nenner 8 und der Compliance-Prozentsatz 75%. Ein Mitarbeiter mit mehreren Richtlinien trägt mehr als eine Zuweisung bei; die an anderer Stelle angezeigte Mitarbeiterzahl ist eine andere Kennzahl.
Matrix, Trend und Median vergleichen
Die Matrix nach Richtlinie und Abteilung verwendet die aktuelle Version von Richtlinien, die derzeit veröffentlicht oder in Prüfung sind. Die Gesamtkennzahl kann im ausgewählten Richtlinienbereich andere Versionen einschließen. Der Durchschnitt der Matrixprozentsätze reproduziert daher nicht zuverlässig das Gesamtergebnis.
Der Trend enthält 6 monatliche Punkte und verwendet jeweils das Monatsende oder gegebenenfalls das ausgewählte Datum. Die mediane Bestätigungsdauer verwendet abgeschlossene Zuweisungen, die innerhalb der vorhergehenden 90 Tage zugewiesen und bis zum ausgewählten Datum bestätigt wurden. Der zugehörige Oberflächentext bezieht sich auf Kampagnen; die Implementierung filtert jedoch nach Zuweisungsdatum statt nach Kampagnenerstellungsdatum.
Erkennen, wann das Ergebnis nicht ausreicht
❗ Wichtig
Ein heute befreiter Datensatz kann eine Berechnung für ein vergangenes Datum beeinflussen, auch wenn er damals nicht befreit war. Aktueller Richtlinienstatus, aktuelle Version und Abteilungswerte der Zuweisung können den Bericht ebenfalls prägen. Beschreiben Sie diese Ansicht nicht als vollständige historische Rekonstruktion und verwenden Sie sie nicht allein zum Nachweis sämtlicher früheren Statusübergänge.
Bewahren Sie für konkrete Untersuchungen Zuweisungszeilen, Bestätigungsereignisse, Versionsinformationen und Überwachungseinträge auf. Ein historischer Export verwendet den berechneten Status, enthält aber weiterhin aktuell gespeicherte Datumsfelder; ein späterer Bestätigungszeitstempel kann in einer Zeile erscheinen, deren historischer Status „Zugewiesen“ war. Siehe KB10532. Zuweisungen zur Richtlinien-Compliance nach Excel exportieren.
Eine Zuweisung von Hand rekonstruieren
Betrachten Sie eine Beispielzuweisung, erstellt an Tag 1, fällig an Tag 5 und bestätigt an Tag 8. Vor Tag 1 ist sie nicht enthalten. An Tag 5 liegt sie noch innerhalb der Frist. An Tag 6 ist sie überfällig. An Tag 8 behandelt die historische Berechnung sie als bestätigt, sofern ihr aktueller Datensatz Bestätigung und Datum enthält.
Dieses Beispiel zeigt eine tagesbezogene Statusberechnung, keinen minutenweisen Ereignisverlauf. Erfolgte die Bestätigung spät an Tag 8, bewertet der Filter den gewählten Tag dennoch insgesamt. Ist der genaue Ereigniszeitpunkt wichtig, prüfen Sie den Nachweiszeitstempel, statt ihn aus einem Tagesprozentsatz abzuleiten.
Vergleichen Sie nun eine aktuell befreite Zuweisung. Ihre historische Behandlung verwendet den gespeicherten Sonderstatus, statt das Wirksamkeitsdatum der Befreiung zu ermitteln. Selbst bei einer später entschiedenen Befreiung kann dieser aktuelle Zustand die Vergangenheitsansicht beeinflussen. Deshalb kann ein ausschließlich auf heutigen Datensätzen beruhender Bericht nicht jeden früheren Status belegen.
Unterschiede zwischen zwei gespeicherten Berichten erklären
Zwei zu verschiedenen Zeiten für denselben ausgewählten Tag erstellte Exporte können abweichen, wenn sich relevante aktuelle Datensätze geändert haben. Richtlinienstatus oder -version, gespeicherte Zuweisungsattribute und Sonderzustände können das Ergebnis beeinflussen. Eine Differenz sollte zum Abgleich von Umfang und Datensätzen führen, nicht sofort zur Annahme, der Datumsfilter ändere Daten zufällig.
Bewahren Sie für Vergleiche ausgewähltes Datum, Richtlinien- und Kategorienbeschränkungen, Abteilung und Exportzeit auf. Identifizieren Sie eine Stichprobe geänderter Zeilen und prüfen Sie ihre Zuweisungs- und Nachweisdatensätze. Klären Sie, ob die Differenz aus späterer Bestätigung, Sonderstatusänderung, anderer aktueller Version oder sonstiger Umfangsänderung stammt.
Verwenden Sie bei der Darstellung historischer Ergebnisse mit diesen Grenzen Formulierungen wie „aus den zum Exportzeitpunkt verfügbaren Datensätzen berechnet“. Nutzen Sie das Dashboard nicht als alleinige Quelle für Aussagen über jede frühere Befreiung oder Pause. Versionsverlauf, Bestätigungsereignisse und administratives Überwachungsprotokoll bieten unterschiedlichen unterstützenden Kontext; bei keinem davon darf jedoch die Erfassung jeder denkbaren externen SharePoint-Änderung vorausgesetzt werden.
Einen Bericht vor der Weitergabe prüfen
Dokumentieren Sie ausgewähltes Datum, Richtlinien- und Kategorienumfang sowie Abteilung. Gleichen Sie einige bekannte Beispiele manuell ab, darunter eine nach dem Datum erfolgte Bestätigung und eine Befreiung. Erläutern Sie bei historischen Schlussfolgerungen auch die Berechnungsgrenzen. Informationen zu einem aktuellen operativen Dashboard finden Sie in KB10508. Compliance Dashboard: Richtlinienbestätigungen analysieren.